Hier gibt es keine Bären

Hier gibt es keine Bären

In Jennifer van de Sandts Debut-Comic (erschienen beim Jaja Verlag 2018) geht es vornehmlich um Personen, Masken und Freundschaft.
Was ist das Individuum? Wie stellt es sich dar? Können wir einen Blick hinter dieses Schauspiel werfen? Über diese Thematik debatieren zu Beginn der Geschichte die beiden Protagonisten, während sie müßig in einem kleinen Boot sitzen. Bis – à la „Alice im Wunderland” – das maskierte Mädchen ins Wasser und in eine andere Welt fällt und sich der philosophische Diskurs mit fremdartigen Wesen in merkwürdigen Begegnungen fortsetzt.

Im Erzählstil ist „Hier gibt es keine Bären” ein außerordentlich experimenteller Comic und ein visuell ganz besonderes Vergnügen. Gekonnt verzichtet die Illustratorin auf klassische Paneleinteilung und der Leser kann so durch die ganzseitig gestalteten Bilder hindurchspazieren.
Und was für wunderschöne Bilder hat Jennifer van de Sandt aus strukturierten Flächen und feinen Linien gezaubert! Im Original sind die Bilder 4-farbige Siebdrucke, die im Buch in Originalgröße abgedruckt sind.